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Bierglas ist nicht gleich Bierglas

Dieser einfachen Regel sollte deutlich mehr Beachtung geschenkt werden, da sie beim Biergenuss von entscheidender Bedeutung sein kann!...


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Kaum ein Biertrinker hat den Vergleich noch nicht angestellt - Bier aus der Flasche bzw. der Dose schmeckt ganz anders als aus dem Glas. Das ist ganz einfach erklärt, denn das Bier kann im Glas seine Aromen ganz anders zur Geltung kommen lassen, als durch die vergleichsweise winzigen Öffnungen des Kleingebindes.
Doch Achtung! Hier kommt es besonders auf die richtige Wahl des Glases an. Denn wie bei den verschiedenen Bierstilen, gibt es auch die dafür zugehörigen Biergläser, welche dem Getränk erst zu seiner perfekten Entfaltung verhelfen können. Diese sorgen nämlich nicht nur dafür, dass das Bier genussvoll und ästhetisch aussieht, sondern haben auch signifikante Auswirkungen auf dessen Geschmack, Geruch und natürlich auch auf die Schaumkrone. Somit beeinflusst das richtige Glas das gesamte Trinkerlebnis!

Neben dem äußerst wichtigen Faktor der Form, beeinflusst auch die Stärke des Glases das Gesamterlebnis. Hier hat sich eine recht einfache Regel etabliert: Je stärker das Bier, umso stärker das Glas.
Hierbei unterstützen dünne Biergläser einen eleganten, leichten und differenzierten Geschmack, wobei dicke Gläser und schwere Krüge ein ebenso schweres Trinkgefühl auslösen. Dabei wirkt das Bier kräftiger, sowie rustikaler und nimmt außerdem auch die Temperatur des Glases an. Besonderen Einfluss nehmen auch andere Materialien, wie Stein-, Ton-, oder Holzkrüge, welche die Sinne besonders anregen.

Neben der Stärke des Glases ist auch der Durchmesser von geraumer Bedeutung. Er entscheidet nämlich darüber, wie viel Luft ans Bier kommt und damit über die Intensität des Aromas beim Trinken. Hier gilt: Je kleiner die Öffnung, umso besser werden die Aromen behalten. Besonders hervorzuheben sind hier Gläser mit einem nach innen gewölbten Glasrand, welche die Aromen besser in den Mund kanalisieren und die Schaumkrone dichter zusammenhält.

Biergläser im Überblick

Die Wahl des passenden Bierglases richtet sich wohlgemerkt auch nach den Biertypen. Untergärige Biere mit weniger Kohlensäure, welche kalt vergären, passen perfekt in schlankere, nach oben hin schmaler werdende Gläser, die die Aromastoffe konzentrieren – wie beispielsweise ein Pils. Im Gegensatz dazu stehen obergärige Biere, wie ein Weißbier, welches viel Kohlensäure enthält und daher bestenfalls aus einem nach oben hin offenen Glas getrunken werden sollte, damit sich die Kohlensäure schön verteilen kann.

 

Die Tulpe

Die Tulpe ist wohl eines der bekanntesten Biergläser. Besonders hervorzuheben ist hierbei die klassische Pilstulpe. Ein hohes, bauchiges und nach oben hin schmaler werdendes Glas, welches Aromen wunderbar kanalisieren und einschließen kann. Es zeichnet sich durch einen breiten und flachen Standfuß aus, der über einen kurzen Stiel in die eigentliche Tulpe übergeht.
Wenn man sich beim Einschenken bzw. Zapfen genügend Zeit lässt, entsteht eine großartige, feste Schaumkrone.

 

Das Weißbier-Glas

Das klassische „Weizenglas“ ist ein schlankes, dünnwandiges Glas mit hoher Form. Es zeichnet sich durch eine schöne Taille aus, die perfekt zum Greifen dient und wird nach oben hin immer breiter und offener. Die geschwungene Form hat ihren berechtigten Grund: Nachdem das Weißbier relativ viel Kohlensäure besitzt, kann diese durch die Taille nur langsam nach oben steigen. Diese Eigenschaft sorgt nicht nur für eine wunderbar große und sehr stabile Schaumkrone, sondern auch dafür, dass das Bier länger spritzig bleibt. Klassisch wird mit dem Weißbierglas am verstärkten, dicken Boden angestoßen, der dem Glas mehr Stabilität verleiht.

 

Der Bierkrug – das „Krügel“/das „Seidel“

Der Bierseidel, wie er korrekterweise genannt wird, ist wohl der Standard-Bierkrug schlechthin im deutschsprachigen Raum. Es gibt ihn in verschiedenen Größen wie 0,3 Liter, oder 0,5 Liter, die man bei uns in Österreich unter den gängigeren Bezeichnungen „Seidel“ und „Krügel“ besser kennt.
Der Glas-Bierkrug ist eher kräftiger im Bau, damit das Bier länger kühl gehalten werden kann. Die Form ist von bauchig bis zu leicht konisch. Das Charaktermerkmal schlechthin ist beim Bierkrug der Griff an der Seite, um das Glas besser halten zu können.
Das Bierseidel gibt es mittlerweile in verschiedensten Ausführungen und aus verschiedensten Materialien, wie zum Beispiel der Tonkrug. Diesen gibt es in den außergewöhnlichsten Varianten samt aufwändigen Verzierungen, wie man sie aus diversen bayerischen Souveniershops kennt.

 

Der Willibecher

Wenn man den Titel „Universalglas“ vergeben müssten, dann würde ihn wohl der Willibecher erhalten. Seine Form verkörpert die wichtigsten Eigenschaften hierfür: das Glas ist dünnwandig, unten schmal, doppelkonisch, wird nach oben hin breiter und verjüngt sich am Zenit nochmals zum Rand hin. Dadurch eignet sich der Willibecher für eine Vielzahl an verschiedenen Bieren. Dadurch ist er heute auch das am meisten produzierte Bierglas, welches von vielen Brauereien als Standard-Glas verwendet wird – vor allem für klassisches Helles. Typischerweise in 0,3 Liter und 0,5 Liter.

 

Der Kelch

Der Bierkelch ist ein sehr traditionsreiches Bierglas. Er ist sehr variantenreich und zeichnet sich durch seinen flachen Standfuß, seinen oftmals längeren Stil und seinen großen bauchigen, noch oben hin sehr offenen Körper aus. Durch seine große Öffnung kann das Bier besonders gut Atmen und seine Aromenvielfalt besonders entfalten.
Der Kelch ist vor allem in Belgien ein äußerst beliebtes Glas, da er aufgrund seiner großen Öffnung vor allem starke, oftmals auch sehr malzbetonte Biere, wie belgische Dubbel, oder Tripel sehr fördert. Doch auch IPAs, holzfassgereifte Biere, oder Berliner-Weisse kommen in diesem Glas hervorragend zur Geltung.
Meistens fasst der Kelch ein Volumen von 0,33 Liter bis hin zu 0,4 Liter und genießt mittlerweile eine hohe Artenvielfalt.

 

Die Bierstange bzw. Kölschstange

Die Bierstange ist, wie der Name schon sagt, eine zylindrische, hohe Stange, in der vor allem leichtere Biere hervorragend zur Geltung kommen. Sie erhöht die Fließgeschwindigkeit im Mund, was dazu führt, dass der Geschmack sehr erfrischend wirkt und die Bitternoten des Bieres hervorhebt. Die klassischste aller Bierstange ist wohl die Kölsch-Stange, welche allerdings nur 0,2 Liter fassen darf, damit das kohlensäurearme Bier nicht zu schnell schal wird, sprich zu viel Kohlensäure verliert.
In größere Stangen finden am besten Leichtbiere, alkoholfreie Biere, oder auch klassische Lagerbiere ihren Weg, da sie in ihnen besonders frisch wirken.

 

Das Pint

Das Pint-Glas ist das weitverbreitetste Glas im englischsprachigen Raum. Es entspricht 568ml - also etwas größer als unser „halber Liter“. Im klassischen Gebrauch hat das Pint keinen Füllstrich, sondern wird bis zum Rand mit Bier angefüllt, der Schaum meistens sogar noch abgestriffen. Das volle Glas entspricht dann genau einem Pint.
Die Form entspricht einem nach oben hin immer weiter werdenden Becher, oftmals mit einer kleinen Auswölbung, um das Glas griffiger zu machen. Das Pint verfügt außerdem über einen sogenannten Moussierpunkt, welcher ein angerauter Glastropfen am Glasboden ist. Dieser bewirkt, dass die Kohlensäure von der Mitte des Glases senkrecht nach oben steigt und das Bier somit immer in „Bewegung“ ist und dadurch optisch stets frisch wirkt.
Typischerweise werden im Pintglas eher hopfenbetonte, englische Biere ausgeschenkt, welche durch seine breite Öffnung hervorragend ihre Aromen entfalten können.

 

Das Craftbier Tastingglas – Der Teku-Pokal

Der Teku-Pokal wurde speziell für die Verkostung von Craftbieren entworfen. Er verkörpert alle wichtigen Elemente verschiedener Biergläser, wie einen langen Stil, um das Gefäß vor Griffwärme zu schützen, einen ungewöhnlichen Schwung, um Kohlensäure behalten zu können und einen nach außen gewölbten und dabei geraden Rand, um wiederum Aromen abgeben zu können. Weiters sorgt seine Form auch für eine sehr stabile Schaumkrone. All diese Eigenschaften tragen hervorragend zum Verkosten von allerlei Bieren bei. Außerdem ist die Optik des Glases sehr ansprechend und verleiht dem Bier einen ganz besonderen, hochwertigen Touch.