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23.08.2021 - Welche IPA Stile gibt es?

23.08.2021 - Welche IPA Stile gibt es?

Welche verschiedenen IPA Arten gibt es?

Bier ist nicht gleich Bier – vor allem beim India Pale Ale scheint es schier unendliche Variationen zu geben – vom Hazy IPA über Triple IPA und Crushable IPA zu Session IPA. Aber was sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen obergärigen Stilen und sind diese kombinierbar?  Aber sehen wir uns die bekanntesten IPA Arten genauer an:

Das India Pale Ale – so sagt man – ist im 19. Jahrhundert als haltbarere Variante des Pale Ale von Großbritannien nach Indien verschifft worden, um die damalige britische Kolonie mit englischem Ale zu versorgen. Seitdem hat sich dank der Craft Bier Bewegung vor allem um diesen hopfigen Bierstil viel getan. 

Eins vorweg: ein Crushable IPA ist eigentlich kein eigener Stil, sondern besagt nur, dass das IPA besonders angenehm und leicht zu trinken ist. Der Alkoholgehalt bewegt sich eher im unteren Drittel, hat aber einen vollen und hopfigen Geschmack.

American IPA

Grundsätzlich ist das, was wir heute von nordamerikanischen Craft Beer Brauereien, die das IPA in den 80ern wieder aufleben ließen, kennen, das American India Pale Ale (nicht zu verwechseln mit American Pale Ale). Eine hohe Bittere und fruchtig-tropische Noten machen diesen Stil aus. Die bekanntesten Hopfensorten, die für diesen Stil verwendet werden, sind Citra, Cascade, Amarillo oder Mosaic. Das American IPA kann dann nochmal in West Coast und East Coast IPA unterteilt werden.

Unser Tipp: Thornbridge - Jaipur

West Coast IPA

„Bitter is better“ lautet die Devise der West Coast IPAs – den typisch bitteren Geschmack eines West Coast IPAs bekommt man, wenn man eine höhere Menge an Hopfen in den ersten Schritten des Brauprozesses einsetzt. Hier kommen vor allem die harzigen Aromen zum Ausdruck, der fruchtige Geschmack ist beim West Coast IPA eher untypisch, und die malzigen Noten gepaart mit anhaltender Bitterkeit im Vordergrund. Die Malzbasis ist oft sehr karamellig, daher erstrahlen die Biere in einem satten Bernsteinton.

Unser Tipp: Stone - IPA

East Coast IPA bzw. New England IPA

Das New England IPA oder NEIPA hat viele Namen: manche nennen es East Coast IPA aus dem es sich entwickelte, andere wiederum wegen seiner trüben Färbung Hazy IPA. Das New England IPA ist etwas weniger bitterhopfig als seine Westküsten-Verwandtschaft und fruchtiger im Geschmack. Dem NEIPA wird oftmals eine größere Menge an Hopfen nach der Fermentation zugesetzt, das sogenannte Dryhopping führt zur expressiv hopfigen Bieren bei geringer Bitterkeit. Meist wird auch eine hellere Malzgabe, oft auch in Kombination mit Weizen oder Haferflocken gewählt. Um aus einem Hazy IPA ein New England IPA zu machen, wird ein spezielle "New England" genannte Hefe eingesetzt die dem Bier eine noch stärkere, durchgängige Trübung verleiht.

Unser Tipp: Brew Age - Alphatier

Milkshake IPA

Das Milkshake IPA ist ein meist im New England bzw. Hazy Stil gebrautes India Pale Ale, dem Laktose (oft auch Hafer und frische Früchte) zugesetzt wurden. Das Endprodukt erinnert in Konsistenz und (fruchtigem) Geschmack an einen Milkshake. Beim Milkshake IPA wird derzeit wohl am meisten mit dem Zusatz von Früchten und Gewürzen experimentiert – was die Geister der Bierkritiker spaltet und sie an der Reinheit der Biere zweifeln lässt. Wir finden: wenn’s schmeckt, warum nicht?!

Unser Tipp: Next Level - Shake It Baby

Sour IPA

Saurer im Geschmack als ein herkömmliches IPA – dem Sour IPA werden zur Gärung Milchsäurebakterien zugesetzt, die Maische wir damit gesäuert und gibt dem Bier zusätzliche Komplexität. Auch werden gerne Früchte zugesetzt, wie beim Milkshake IPA. Experimentiert wird oft auch mit wilden Hefen wie sie bei Lambic Bieren zum Einsatz kommen. Der Alkoholgehalt ist beim Sour IPA eher auf der niedrigeren Seite, es soll ja erfrischend fruchtig sein, in Kombination mit fruchtigen Hopfennoten ein toller Begleiter im Sommer!

Unser Tipp: Brewdog - Fake Empire

Double & Triple IPA

Double (oder auch Imperial IPA) und Triple IPA sind doppelt bzw. dreifach gehopft und schmecken sehr intensiv. Auch kommt hier der Alkoholgehalt schnell mal über 8%. Mehr Alkohol und Malz sorgen für ein dichteres Gefühl am Gaumen, der Hopfen muss nicht unbedingt bitterer sein, das ist abhängig vom Stil. Das Double oder Triple IPA kann auch mit anderen Stilen kombiniert werden: So gibt es beispielsweise auch New England Double IPAs und West Coast Triple IPAs. Es gibt aber auch schon Quadrupel IPAs aber das ist eine andere Geschichte.

Unser Tipp: Crew Republic - 7:45 Escalation

Session IPA

Ein Session IPA hat in der Regel weniger Alkohol als ein normales IPA. Die meisten der Session IPAs bewegen sich hier zwischen 3% und 4% Alkoholgehalt. Der Name entstand angeblich während des zweiten Weltkriegs, als Arbeiter in Munitionsfabriken bei Laune gehalten werden, aber trotzdem noch arbeitsfit sein mussten, also durfte sie in zwei Sessions pro Tag eine bestimmte Menge dieser leichteren Biere trinken.

Unser Tipp: Beavertown - Neck Oil

Black IPA

Das Black IPA wird mit dunklem Malz gebraut und sein Name ist, ob seiner dunklen Farbe etwas widersprüchlich. Denn was an einem fast schwarzen Bier noch Pale (also helles) sein soll, ist nicht ganz nachvollziehbar, aber trotzdem ist es kein Stout, sondern eben ein Black IPA. Eine andere Bezeichnung für das Black IPA wäre Cascadian Dark Ale.

Unser Tipp: Bevog - Rudeen

Red IPA

Malziger und herber im Geschmack als so manches IPA ist das Red IPA nach seiner rot-bräunlichen Farbe benannt. Das geröstete Malz gibt ihm seine schöne Kastanienfärbung und der moderate Alkoholgehalt macht das Red IPA sehr gut trinkbar.

Unser Tipp: Brauwerk - Hellberry

White IPA

Beim White IPA kann auch diskutiert werden, ob das Bier überhaupt noch als IPA durchgehen darf, oder eigentlich ein Weizenbier ist, da Weizenhefe zum Brauen verwendet wird. Geschmacklich kann ein White IPA als „love child“ von Weißbier und IPA gesehen werden. Bananennoten durch die Hefe und fruchtige Aromen durch die typischen IPA Hopfen zeichnen diesen IPA Stil aus.

Unser Tipp: Les Trois Mousquetaires - IPA Blanche

Brett IPA

Ist wahrscheinlich die unbekannteste und zugleich ungewöhnlichste IPA-Variante. Beim Brett IPA wird zusätzlich zum normalen Brauprozess mit Brettanomyces Hefe vergoren (oftmals Brett oder auch Dekkera genannt). Wenn Brett in Weinen vorkommt, wird dies als Weinfehler tituliert und die Flasche weggeleert, es kann sich im Gegenzug aber auch um einen hochgelobten und teuren Wein handeln, wie bei einem Syrah aus der Rhône wo diese Aromatik gewünscht ist. Die Menge macht das Gift, denn gut eingesetzt bringen die Bretthefen Tiefe und Komplexität. Brettanomyces wird vor allem in Lambics eingesetzt und ist für Brett IPA auch der Namensgeber. Das Ergebnis ist ein leicht sauer anmutendes IPA, etwas funky im Geschmack – wahrscheinlich eher etwas für erfahrenere Biertrinker. Oftmals wurden diese Biere auch in Weinfässern gelagert um zusätzlich etwas von der weinigen Aromatik zu erhalten.

Unser Tipp: Stu Mostow - Wild #7

Wir sind gespannt, was sich in den nächsten Jahren für unterschiedliche IPA Stile weiterentwickeln!